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Verein
 

Geschichte

Der SC Batavia 72 Passau wurde im Jahre 1972 von Studenten gegründet, die in Passau lebten, Fußball spielten und gemeinsam in Regensburg bzw. München studierten.

Mit der Beatband "B-Four" fing alles an. Die jungen Musiker und deren Freunde - unter ihnen die Gastwirtssöhne Christian und Hubert Wüstinger - waren begeisterte Fußballer in verschiedenen Passauer Vereinen und gründeten 1971 die Stammtisch-Mannschaft  "Bayerischer Löwe". Diese Elf gewann souverän alle ihre Spiele. Und bald reifte der Gedanke, in dieser Formation auch in einer Punkterunde anzutreten. Die jungen Männer entschlossen sich, einen Verein zu gründen, die Versammlung dazu fand am 23. Mai 1972 im Gasthaus Vogl auf der Ries statt. Der SC Batavia 72 wurde mit 23 Männern und zwei Frauen aus der Taufe gehoben. Gründungsvorstand war der spätere Senator Dr. Eberhard Zitzlsperger sen.

Als Fußballplatz diente die ehemalige "Kampfbahn" des 1. FC Passau, die Maierhof-Sportanlage an der Innstraße (heutiges Universitätssportgelände). Noch im gleichen Jahr startete der SC Batavia 72 in die Punkterunde. Das erste Tor für die Bataven erzielte der Namensgeber des Vereins, Christian Wüstinger, am 23. Juli 1972 in Sandbach.

Höhepunkte dieser ersten Saison waren die Vizemeisterschaft in der C-Klasse Passau und der 2:1-DFB-Pokal-Sieg über den Bezirksligisten DJK Passau-West vor rund 500 Zuschauern auf dem Maierhofsportplatz. Der erste von insgesamt drei Aufstiegen in die B-Klasse gelang eine Saison später. Die Bataven wurden 73/74 Meister der C-Pocking.

Am 6. Januar 1973 - der Verein zählte jetzt schon mehr als 70 Mitglieder, auch eine Reserve-Mannschaft befand sich im Spielbetrieb - trat Helmut Glomb dem Club bei. Er sollte in den nächsten zwei Jahrzehnten einen maßgeblichen Anteil am Fortbestand und an der Fortentwicklung des Vereins haben. Glomb kurbelte die Nachwuchsarbeit an und schon 1974/75 feierte die erste Schüler-Mannschaft des SC Batavia 72 ihre ersten Siege.

Als der Passauer Stadtrat die "Jahrhundert-Entscheidung" zu Gunsten einer Universität in Passau traf, lief die Uhr ab für die Bataven, die ihren alten Sportplatz an der Innstraße so lieb gewonnen hatten. Anfang der Achtziger wurde der Verein in die Innstadt, nach Bayerisch-Haibach,  umgesiedelt. Dort gab es einen Bolzplatz, ein Provisorium, mehr nicht. 

Mittlerweile waren gut und gerne zwölf Jahre vergangen seit der Vereinsgründung. Die einstige Studenten-Elf bröckelte aus verschiedensten Gründen auseinander, vor allem aber auch deshalb, weil aus den "Hippies" der späten Sechziger jetzt g´standene Mannsbilder mit abgeschlossenen Studiengängen geworden waren. "Do spuin lauter Doktoren", hieß es im Volksmund. Aber dieses Klischee hielt sich nicht mehr sehr lange.

Um an der Zukunft weiter zu "basteln", entschloss sich der Verein, mit gerade mal 3500 Mark Bargeld, ein Umkleidegebäude mit "Aufwärmraum" zu bauen. Und unter der geschickten Federführung von Helmut Glomb - 2. Vorstand, Jugendleiter, Trainer, Bauleiter, Platzwart etc. - wurde das heute noch bestehende "Vereinsheim" errichtet. 

Sportlich ging´s derweilen stetig bergab. Erst mit der Auflösung der Fußball-Abteilung des SV Auerbach und dem folgenden frühen "Aus" des ebenfalls aus dem SV Auerbach hervorgegangenen SV Hundsdorf sollte es auch auf dem Fußballplatz wieder voran gehen. Die Auerbach/Hundsdorf-Kicker verstärkten den Verein maßgeblich. Und so wurde unter Trainer Rolf Hackl der erneute Aufstieg in die B-Klasse und unter Trainer Helmut Kreis 1990/91 die Vizemeisterschaft in der B-Klasse gefeiert. Der Aufstieg in die damalige A-Klasse wurde in Ering nach gewonnenem ersten Relegationsspiel  gegen den SSV Wurmannsquick verspielt. 

 "Sieben fette Jahre" waren jetzt  angebrochen. In diese Zeit fiel auch die  Gründung einer Damen-Fußballabteilung (1991) durch Petra Mauerer. Die Bataven waren fortan eine feste Größe in der B-Passau, spielten immer wieder vorne mit, der Aufstieg aber wollte nicht glücken. Spieler wie Franz Zacher, Peter Krycha, Wolfgang Bezold, Peter Geiger, Oliver Stürze, Martin und Christian Wagner, Manfred und Rainer Kaltenecker, Walter Brandtner, Udo Duschl, Siegfried Jüttner, Thomas und Uli Schröder und Klaus Mörtlbauer drückten über Jahre hinweg der "Ersten" ihren Stempel auf. 

Die Mannschaft veränderte nun mit der Zeit ihr Gesicht, die sogenannte 2. Generation erreichte langsam das AH-Alter und es folgte der Abstieg in die C-Klasse. 1994/95 gelang es noch einmal unter Franz Moosbauer, in die B-Klasse aufzusteigen. Doch dort hielt sich der alternde SC Batavia 72 nur eine Saison. Über die Relegation folgte der erneute Abstieg.

Zwischenzeitlich war die Jugendarbeit wieder angekurbelt worden. Viele junge Kicker gingen seither durch die "Bataven- Grundschule", der Großteil davon gehört heute zum Stammpersonal der ersten Mannschaft.

Mit dem 25-Jährigen Vereinsbestehen ging für die Bataven auch ihr größter Wunsch in Erfülllung: ein Rasensportplatz. Fünf Jahre später wurde dieser Maßnahme mit der Fertigstellung des neuen Umkleidegebäudes schließlich noch die Krone aufgesetzt.